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Sportverein Vilich-Müldorf 1947 e.V. Bonn

Vereinshistorie

Der Sportverein Vilich-Müldorf wurde am 27.05.1947 in der Gaststätte Odenthal, heutige Dorfschänke, gegründet. An der Gründungsversammlung nahmen 25 Personen teil und es wurden folgende Personen in den Vorstand gewählt:


Vorsitzender: Theo Schumacher
Schriftführer: Herbert Sowada
Kassierer: Josef Kess
Spielausschuss: Peter Bonerath und Peter Schreiber
Spielführer: Wilhelm Kunze


Noch im gleichen Monat wurde in Eigenarbeit der Sportplatz „Em Loch” angelegt. Das Eröffnungsspiel auf dem Platz gegen FC Adler Meindorf wurde trotz aller Motivation 1:3 verloren. Im Gründungsjahr gehörten neben Fußball auch Leichtathletik und Schwimmen zu den ausgeübten Sportarten. Für das Schwimmen wurde der Löschteich am Bunker zu einem Schwimmbad umfunktioniert.


Bereits im Jahr 1948 musste an Ende der Flughafenstraße ein neuer Sportplatz, „Am Kiesloch”, eingeweiht werden, da festgestellt wurde, dass der alte Sportplatz nicht die vorschriftsmäßige Größe hatte.


Trotz aller sportlicher Bemühungen und auch Erfolge wurde der Spielbetrieb 1955 wegen unüberwindlichen Differenzen innerhalb der Mannschaft eingestellt.


Die Vereinsaktivitäten wurden bis zum Sommer 1958 eingestellt. Durch die Gründung einer Tischtennisabteilung wurde der Verein widerbelebt und der Spielbetrieb begann im Bungartzsaal. Bereits in der Saison 1958/59 wurden die ersten Meisterschaftsspiele in der zweiten Kreisklasse absolviert. Im Laufe des Jahres 1959 wurde auch wieder der Spielbetrieb auf dem Sportplatz durch eine Fußballabteilung aufgenommen. Die Mitgliederzahl erreichte im Jahr 1963 den vorläufigen Höhepunkt mit 122 Personen. Den vorläufigen sportlichen Höhepunkt erreichte der Sportverein in der Spielzeit 1965/1966, die Fußballmannschaft schaffte den Aufstieg in die 2. Kreisklasse, die Tischtennismannschaft spielte in der 1. Kreisklasse und war auf dem Sprung in die Kreisliga. Dieses Ziel wurde 1966 erreicht. Trotz dieser Erfolge ließ die Begeisterung nach, die Mitgliederzahl sank rapide. Die Fußballmannschaft stieg in die 3. Kreisklasse ab und die Tischtennismannschaft wechselte komplett zum SV Ennert. Der Verein ging abermals in Ruhestellung. Zusätzlich verlor man den Sportplatz, da der Pachtvertrag für das Gelände nicht mehr verlängert wurde.


1968 wurde mit der Widerbelebung des Vereins begonnen. Der gewählte Vorstand wurde jedoch schon 1969 wieder aufgelöst. Der Versuch war an technischen und finanziellen Dingen gescheitert.


1970 wurde durch Johannes Hoffmann ein neuer Versuch gestartet, der bis heute erfolgreich ist. Nach Sondierungsgesprächen und einer groß angelegten Fragebogenaktion wurde am 07.02.1971 in der Gaststätte Odenthal der einstimmige Beschluss gefasst, den Sportverein wieder aufleben zu lassen. Breitensport und Jugendarbeit sollten als Basis dienen. Aus diesem Grund wurde eine Damengymnastik-, eine Tischtennis- und eine Jugendfußball-Abteilung ins Leben gerufen. Von diesem Tag an ging es mit dem Sportverein stetig bergauf. Die Sportbegeisterung der Vilich-Müldorfer war in diesen „Gründerjahren” so groß, dass sogar in Kauf genommen wurde, auf linksrheinische Sporthallen auszuweichen.


Am 15.08.1971 fand die erste Jahreshauptversammlung statt, in der der aufgeführte Vorstand gewählt wurde:


1. Vorsitzender: Johannes Hoffmann
2. Vorsitzender und Geschäftsführer: Peter Kunze
stellvertretender Geschäftsführer und Schriftführer: Arnold Blehs
1. Kassenwart: Alfred Buss
2. Kassenwart: Peter Hafner
Beisitzer: Inge Liessem, Hannelore Blehs, Willibert Pütz und Fritz Haase


Im selben Jahr wurde die erste Weihnachtsfeier des Gesamtvereins gefeiert und es wurde mit der Erarbeitung einer Vereinssatzung begonnen. Außerdem wurde die Aufnahme des Vereins ins Vereinsregister beantragt, die am 17.08.1972 erfolgte. 1972 war die Mitgliederzahl auf 153 Personen angewachsen und an der Beueler Straße wurde, wieder in Eigeninitiative, ein Bolzplatz angelegt. Ende des Jahres war die Mitgliederzahl bereits auf 184 Mitglieder gestiegen. 1973 nahm der Sportverein erstmalig als eigene Gruppe neben dem Kinderkarnevalszug in Vilich-Müldorf auch am Bonner Rosenmontagszug teil. Bei der Jahreshauptversammlung 1974 gab es einen Wechsel an der Vereinsspitze. Da Johannes Hoffman nicht mehr kandidierte, wurde Peter Kunze mit großer Mehrheit zum 1. Vorsitzenden gewählt. Ein Jahr später ließen die „Alten Herren” die alten Maibräuche wieder aufleben, so wurde erstmalig nach langer Zeit ein „Tanz in den Mai” veranstaltet. 1975 zählte der Sportverein 450 Mitglieder, davon waren allein 80 Kinder. Durch die ansteigende Mitgliederzahl und den hierdurch verbundenen Verwaltungsaufwand war es hilfreich, dass der Verein 1976 die Datenverarbeitung einführte. Bei der Jahreshauptversammlung in diesem Jahr wurde folgender Vorstand neu gewählt:


1. Vorsitzender: Peter Kunze
2. Vorsitzender und Geschäftsführer: Johannes Hoffmann
1. Kassenwart: Arnold Blehs
2. Kassenwart: Helmut Ochs
1. Schriftführer und stellvertretender Geschäftsführer: Erika Roland
2. Schriftführer: Roswitha Natteford
Sozialwart: Johannes Hoffmann
Gerätewart: Reinhard Hoffmann
Im gleichen Jahr begann auch die Suche nach einem neuen Sportgelände, da die Landesentwicklungs-GmbH an der Beueler Straße den Baubeginn der neuen Wohnsiedlung vorantrieb.


Zu einer großen Veränderung in der Vereinsstruktur kam es 1982. Es wurden vier Fachabteilungen gegründet, die seitdem sportlich und wirtschaftlich eigenverantwortlich agieren. Bedingt durch diese Neuorientierung wurde im Sommer 1982 der Vorstand neu besetzt. Peter Kunze legte sein Amt nieder. Bei einer außerordentlichem Mitgliederversammlung wurden Dieter Schmitz (1. Vorsitzender), Liesel Ochs, Helmut Ochs, Gerhard Mitzlaf und Bernhard Gemein in den Vorstand gewählt. 1983 wurde die Vereinssatzung an die neue Struktur des Vereins angepasst. Zeitgleich erreichte der Verein in diesem Jahr einen Art Höhepunkt bei der Mitgliederzahl: Es wurden ca. 592 Mitglieder gezählt. Im Jubiläumsjahr 1987 wurde der Vorstand wiederum fast vollständig neu besetzt. Dieter Schmitz, Reiner Litzinger, Johannes Hoffmann und Heinz Meis nahmen ihre Arbeit auf. Im Laufe der jüngeren Vereinsgeschichte kam es zu zwei Ereignissen, die das heutige Bild des Vereins sehr geprägt haben. 1997, bei der Jubiläumsfeier zum 50zigsten Bestehen des Vereins, kam es zu einem Eklat innerhalb des Vereins. Im direkten Anschluss trat der 1. Vorsitzende von seinem Amt zurück.


Sehr viel einschneidender war jedoch die, aus damaliger Sicht gerechtfertigte, Verlagerung der Jugendfußballabteilung. Bedingt durch die schwindende Zahl der fußballbegeisterten Jugendlichen, die auch in benachbarten Vereinen spürbar war, wurden Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen gegründet. Nur so war es den Vereinen möglich den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Da Spielgemeinschaften aber nicht gleichberechtigt gegenüber einem Verein sind, war der nächste Schritt unabdingbar. Im März 2005 wurde die Jugendsportgemeinschaft (JSG) Beuel e.V. aus der Fusion der Jugendfußballabteilungen der Vereine SV Beuel 06, FV Preußen Bonn und SV Vilich-Müldorf gegründet.


Durch die Verlagerung der Jugendfußballabteilung verlor der Sportverein eine nicht unerhebliche Anzahl an jugendlichen Mitgliedern, dies hat dazu geführt, das die Jugendarbeit im Verein fast vollständig zum erliegen gekommen ist.


Trotzdem hat sich der Verein im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Das sportliche Angebot wurde immer wieder erweitert und dem Zeitgeist angepasst. Die Mitgliederzahlen haben sich auf mittlerweile ca. 500 Personen eingependelt.

# Artikel erstellt am: 22/07/2009
# Letzte Änderung: 21/12/2010
# © Axel Kirch; vilich-mueldorf.akirch.de

  
 

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