Auf Grund der Bauweise mit dem rechteckigen Grundriss, dem tief heruntergezogene Satteldach und den kleinen Fenstern wird diese Art von Sakralbauten oft als „Scheune“ bezeichnet. Die Bauweise der Kirche lässt sich jedoch auch als Zelt interpretieren, zumal die Gestaltung der Kirche durch Stefan Leuer auf das absolut notwendige reduziert wurde. Aus der Anzahl der Fenster in der Giebelwand (die 13 Fenster können für die Zwölf Apostel mit Christus an der Spitze stehen) und der 10 Fenster in der Eingangswand (können die Zehn Gebot symbolisieren) lässt sich eine christliche Deutung ableiten. Die Verglasung der Fenster ist in den liturgischen Farben der katholischen Kirche gehalten und spielt auf die Festkreise des Kirchenjahres an.
Die Ausstattung der Kirche ist in Gegensatz zu der sehr schlichten Architektur eher wuchtig. Altar, Kanzel, Tabernakel und Taufstein sind in Kunststein gegossen. Als einzigen Schmuck findet man an Tabernakel und Taufsteindeckel Metalle und Halbedelsteine. Das in das Holz des Altarkreuzes eingekerbte Fischgrätenmuster verweist auf das Symbol der ersten Christen, die zwölf Bergkristalle mit dem Medaillon in der Mitte verweisen wiederum auf die Apostel mit Christus in ihrer Mitte.




