Ortsgeschichte

Vilich-Müldorfer Ortsgeschichte in Kurzform
1164 wird die Ortschaft Vilich-Müldorf mit dem Namen „Mulendorp“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Vor 1689 erscheint erstmals die heutige Bezeichnung „Vilich-Müldorf“. Namensgeber ist vermutlich eine Wassermühle, die das Stift Vilich hier betrieb. Die Mühle wurde später wegen mangelnder Wasserführung durch eine Bockwindmühle zwischen Vilich und Schwarzrheindorf ersetzt.
Erste Siedlungsspuren finden sich jedoch schon um 1.000 – 500 v. C.. In dieser Zeit siedeln die ersten Menschen im Bereich von Vilich-Müldorf. Ein erste Siedlung von Hallstatt-Menschen, nämlich Reste ihres höchst einfachen Hausbaus aus Holz und Lehm, lässt sich in Vilich-Müldorf am heutigen Autobahnanschluss an die B 56 nachweisen.
Zu Beginn des letzten Jahrtausends gehörte Vilich-Müldorf zum Auelgau, der zuerst Gaugrafen und später Pfalzgrafen unterstand. Im Jahre 1571 wurde der Ort mit dem Klostergebiet von Schwarzrheindorf, Vilich, Geislar und Combahn, einem Teil von Beuel und Vilich-Rheindorf, unter die Herrschaft der kurkölnischen Herrschaft gestellt.
1662 hat Vilich-Müldorf 13 Häuser, von denen eines der Hochener bzw. Ihrengartener Hof ist. Nach ihm wurde die Straße "Am Herrengarten" benannt. Der Hof lag wohl an der Ecke der heutigen Mühlenbachstraße und der Strasse "Am Herrengarten". Östlich dieser Lage ist auch der Standort der Mühle denkbar, da der Mühlenbach dort eine kräftige Strömung aufweist.
1808 wird Vilich-Müldorf dem Kirchspiel Vilich zugeordnet und später als Ortsteil der Stadt Beuel angeschlossen. So wurde Vilich-Müldorf 1969 im Rahmen der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen Teil der Stadt Bonn.
# Artikel erstellt am: 17/03/2009
# Letzte Änderung: 24/04/2009
# © Axel Kirch