Vilich-Müldorf
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Ehrenmal für die Gefallenen der Weltkriege 1914-1918 und 1939-1945

Vilich-Müldorf, Ehrenmal für die Gefallenen der Weltkriege

Die Planung für ein Ehrenmal in Vilich-Müldorf durch den MGV „Sängerkreis“ geht auf eine Zeit lange vor dem Zweiten Weltkrieg zurück. Es sollte an der Beuler Straße verwirklicht werden. Durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges und diversen Forderungen der Machthaber des Dritten Reichs wurde dieses Mahnmal nicht verwirklicht.


Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Planung für ein Ehrenmal durch den MGV „Sängerkreis“ wieder aufgegriffen. Der bis dahin angesparte Betrag von rund 700,00 RM wurde durch die Währungsreform 1948 auf 70,00 DM abgewertet. Dem MGV gelang es durch unermüdliche Spendensammlungen die notwendigen Gelder zu sammeln, so das 1955 die Einweihung der Gedenkstätte auf einem Platz neben der Gaststätte Odenthal (heutige Dorfschänke) erfolgen konnte. Die Gedenkstätte bestand aus 18 einzelnen Kissensteine aus Lindlarer Grauwacke mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges 2 größere Steine für die Heimattoten und Vermissten von 1939 - 1945, sowie einem großen Stein, der der Gefallenen des Ersten Weltkrieges gedachte. Die Gedenkstätte war in eine Grünanlage eingebettet und um eine Linde angeordnet, die später die Anlage wie einen Ehrenhain überschatten sollte.


Vilich-Müldorf, Ehrenmal für die Gefallenen der Weltkriege

Am Allerheiligentag 1957 wurde der noch fehlende Findlingsstein aufgestellt. Er trägt, wie bereits in der Planung festgelegt, in einer Spitze das Symbol des Eisernen Kreuzes und die Inschrift "EUCH zur Ehre, UNS zur Mahnung".


Im Jahre 1962 bat der Eigentümer des Grundstückes, der dieses bis auf Widerruf kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, die Anlage an einen anderen Ort zu verlegen. Der damalige Stadtverordnete Jakob Bertram, bat die Stadt Beuel, das Ehrenmal bei der Errichtung des geplanten Friedhofes dort in würdiger Form neu zu errichten.


Da der neue Platz jedoch nicht rechtzeitig zur Verfügung stand, wurde 1964 das Ehrenmal durch die Stadt sichergestellt. In diesem Zeitraum ging die bei der Einweihung eingemauerte Zinkkapsel mit Zeitdokumenten über die Gefallenen und Vermisste, sowie Zeitungsartikel und Bilder verloren. Die Unterlagen konnten rekonstruiert und am 10. August 1966 unter dem Hochkreuz des neuen Friedhofes Vilich-Müldorf inmitten der Ehrenmalanlage eingemauert werden.

# Artikel erstellt am: 29/03/2009
# Letzte Änderung: 21/12/2010
# © Axel Kirch; vilich-mueldorf.akirch.de

  
 

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