Die Bundesgrenzschutzstraße (Kreisstraße 10) wurde am 18.09.1986, nach 15-jähriger Vorbereitung, durch den damaligen Oberstadtdirektor der Stadt Bonn Herrn Dieter Diekmann, den Landrat des Rhein-Sieg-Kreises Herrn Dr. Franz Möller und den stellvertretenden Chef der Bundesgrenzschutzverwaltung Herrn Jürgen Laute eingeweiht. Sie verbindet die Bundesstraße 56 mit der Hauptwache der heutigen Bundespolizei und sorgte für eine wesentliche Entlastung der Vilich-Müldorfer Straßen. 80 Prozent der Baukosten für die knapp 1,5 Kilometer lange Straße, die 6,5 Millionen Mark betrugen, wurden durch die Bundesrepublik Deutschland übernommen, da hierdurch „die Schutzbeamten wesentlich schneller im Bonner Regierungsviertel als bisher waren“.
Voraussetzung zum Bau der Straße war der Bau einer Brücke zur Unterführung der Siegburger Bahn, der heutigen Stadtbahnlinie 66. Für 1,5 Millionen Mark wurde diese Brücke neben ihrem jetzigen Standort gebaut und zwischen dem 18. und 20. 08.1984 an den jetzigen Standort verschoben. Zweck dieser spektakulären Maßnahme war es, die Brücke ohne Störung des Zugverkehrs zu bauen.
Mit dem Bau der Brücke wurde am 13. Februar 1984 begonnen, die Straßenbahnline wurde am 18.08.1984 unterbrochen und die Brücke innerhalb von 16 Stunden auf ihre jetzige Position verschoben. Am 20.08.1984 wurde der Bahnbetrieb über die neue Brücke wieder aufgenommen.
Die Verschiebung erfolgte mittels sechs hydraulischen Pressen, die das Bauwerk an ihren neuen Standort drückten. Damit der Betonklotz besser rutschte, wurde er mit einer Unterlage aus vier Millimeter dickem Stahlblech versehen.
Die Betonbrücke ist 13,40 Meter lang und hat eine Breite von 15 Metern. Ihre Gesamtbreite mit den auskragenden Flügelwänden beträgt 33,50 Meter. Verarbeitet wurden insgesamt 580 Kubikmeter Beton und 44 Tonnen Betonstahl. Einschließlich der zusätzlichen Einrichtungen wiegt die Brücke rund 1.500 Tonnen.